Stadtrat – Anhörung zu prozentualen Vorgaben für Sozialen Wohnungsbau

(Koblenz: 06.04.17 / Pressemeldung der Stadt) Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig begrüßte die Koblenzer Ratsmitglieder zur April-Sitzung, in der zunächst die Expertenanhörung zur möglichen Einführung einer verpflichtenden Quote für sozialen Wohnungsbau bei bestimmten Planungen für Wohnbauflächen durchgeführt wurde.

Auch in Koblenz steigen die Mieten stärker als die allgemeine Preissteigerung. Besonders die günstigen Wohnungen sind davon betroffen. Ferner sinkt der Bestand an Sozialwohnungen kontinuierlich. Daher beantragten zwei Ratsfraktionen, die Einführung einer 20%-Quote für sozialen Wohnungsbau zu prüfen. Auch für Hofmann-Göttig steht fest: „Wir müssen etwas tun“. Ob mit einer Quote das Risiko verbunden ist, dass Investoren um Koblenz einen Bogen machen, wollten Rat und Verwaltung mit einer Expertenanhörung klären.

Dr. Manfred Pauly, Leiter der Koblenzer Statistikstelle, stellte zunächst die Rahmenbedingungen des Koblenzer Wohnungsmarktes vor.
Anschließend gaben sieben Experten Antworten auf die Fragen, welche Möglichkeiten für die Stadt Koblenz bestehen, den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Außerdem wie sie eine 20%-Vorgabe bei Wohngebietsplanungen beurteilen.
Baudezernent Bert Flöck skizzierte anschließend, wie mit den gewonnenen Erkenntnissen umgegangen werden soll. Zunächst werde der Runde Tisch Wohnungswirtschaft mit den Expertisen befasst. Dieser solle eine Vorlage für den Fachbereichsausschuss IV erarbeiten. Die Verwaltung sei bestrebt noch vor der Sommerpause eine Beschlussfassung im Stadtrat zu ermöglichen.

Sodann beschäftigte sich der Stadtrat mit der endgültigen Beschlussfassung des Bebauungsplans Nr. 11 Kierweg/Plenterweg. Die Änderung des Plans ist erforderlich, weil ein Handwerksbetrieb sich am Standort nicht weiter entwickeln kann und an seiner Stelle zwei Wohnhäuser mit rund 22 Wohneinheiten entstehen sollen.
Der Rat stimmte der Vorlage einstimmig zu.

Hier können Sie dies gesamte Pressemeldung der Stadt mit Informationen zu weiteren Tagesordnungspunkten herunterladen: Stadtrat im April 2017